Meditieren für Anfänger
Meditation ist als ein Weg sich selbst zu heilen entdeckt worden und findet mehr und mehr auch in unseren westlichen Kreisen Zuspruch und Anhänger. So ist sogar den Schulmedizinern nicht entgangen, dass Meditation den Gesamtzustand unserer Gesundheit enorm verbessern kann und sogar die Möglichkeit besteht, dass sich ein Mensch mit Meditation selbst zu heilen vermag.
Meditative Elemente findest du in vielen Religionen. Aus dem Buddhismus stammt z.B. die Zen Meditation die den Menschen durch Achtsamkeit zur Erleuchtung führen soll.
Aus der gesamten Vielfalt an Meditationen, findet sich für jeden die passende Übung. Wer sich unsicher ist, probiert einfach eine nach der Anderen aus und bleibt dann bei denen, die ihm das angenehmste Gefühl bereiten. Eine gute Zusammenfassung verschiedenster Techniken, findest du auch hier: MeditierenLernen.com. Ein Link befindet sich unten rechts auf meiner Seite.
Ich werde dir hier einige Heilmeditationen vorstellen, die du leicht erlernen und bequem Zuhause üben kannst.
Anfangs mag es vielleicht ungewohnt sein ganz still zu sitzen, oder dir fällt es schwer dich zu konzentrieren und loszulassen. Das ist nichts aussergewöhnliches für jemanden, der noch nicht oft Meditiert hat. Lasse die Gedanken dann einfach ziehen und kehre ins JETZT zurück, werde dir deines Körpers bewusst und spüre die Unterlage, auf der du sitzt oder liegst.
Je öfter du das Meditieren übst, umso leichter wird es für dich alles belastende loszulassen und zu entspannen.
Wenn unser Körper von Stress und Anspannung befreit wird, werden sämtliche Heilkräfte in uns aktiviert. Einen Eindruck was Meditation in uns bewirken kann, bekommt man schon nach wenigen malen des Übens.

Zuerst ist es wichtig, deine optimale Meditationshaltung zu finden. Es ist hierbei in erster Linie wichtig, deinen Rücken ganz gerade zu halten, nur so kann die Energie frei fließen. Aufgerichtet und trotzdem entspannt zu sitzen ist die beste Voraussetzung, um deine Heilkräfte zum fließen zu bringen.
Wie fühlt sich ein gerader Rücken überhaupt an?
Viele von uns haben sich über die Jahre eine Fehlhaltung “antrainiert”, weil es bequemer scheint, in sich zusammengesunken zu sitzen oder zu stehen. Durch diese Fehlhaltung wird auch der Energiekreislauf in unseren Merdianen (unsichtbare Energiebahnen des Körpers) gestört. Dies macht auf Dauer krank und fördert das frühzeitige Altern aller Organe.
Ich werde dir nun beschreiben, wie du ein besseres Gefühl für deinen Rücken entwickeln und halten kannst:
Stelle dich ganz locker hin und lege deine Hände auf deine Lendenwirbelsäule. Verlagere dann dein Gewicht auf deine Fersen, aber nur soweit, das sich deinen Zehen noch am Boden befinden. Strecke deine Beine durch und komme dann locker etwas in die Knie. Nun verlagere dein Gewicht immer abwechselnd etwas mehr nach vorne und nach hinten. So spürst du die Veränderung in deinem Rücken mit deinen Händen. Verlagere zuletzt dein Gewicht etwas mehr nach hinten, auf die Fersen. Bringe dann deine Lendenwirbelsäule in eine angenehme Mittelstellung. Jetzt bist du optimal ausgerichtet.
Lege deine linke Hand auf dein Brustbein und deine rechte auf deinen Bauch. Versuche jetzt, beide Hände mit deinem Brustbein auseinander zu schieben, ohne dabei eine Hand von der Stelle zu nehmen. Fühlst du, wie du nun mehr Luft aufnehmen kannst? So ist dein mittlerer Rücken optimal ausgerichtet.
Lasse nun deine Schultern dreimal nach vorne und dreimal nach hinten kreisen. Zuletzt machst du einen kreis nach hinten, dann lässt du bewusst locker und schaust entspannt gerade aus. Nun schiebe dein Kinn etwas nach hinten und atme langsam und tief, bis in deinen Unterbauch ein.
Da du nun ein Gefühl für deinen geraden Rücken bekommen hast, werde ich dir verschiedene Sitzhaltungen erklären, die auch für den ungeübten geeignet sind.
Meditationshaltungen:
Die Richtige Meditationshaltung für dich ist eine Haltung, in der dein Rücken gerade ist, du entspannt bist und wach bleiben kannst. Ungeübte können sich auf einen Stuhl setzen, ohne sich dabei anzulehnen und die Füße gerade herunterhängen lassen. Die Hände werden hier mit den Handflächen nach oben auf die Oberschenkel gelegt. Je stabiler deine Haltung ist, desto besser kann sich dein Körper, Geist und deine Seele erholen.
Wenn es dir auf einem stuhl zu unbequem scheint, dann kannst du dich auch einfach flach auf eine Matte am Boden legen. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass du wärend der Meditation einschläfst.
Der Burmesische Meditationssitz:
Eine etwas schwierigere Haltung stellt der Burmesische Meditationssitz dar. Setze dich auf ein Kissen im Schneidersitz, sodass beide Knie den Boden berühren und deine Füße voreinander liegen und nicht nebeneineinander. Achte darauf, das deine Füße fest den Boden berühren, um die Stabilität zu halten. Solltest du irgendwo Schmerzen dabei verspüren, so brich ab und gehe zu einer anderen Haltung über.
Einfacher Burmesischer Meditationssitz:
Lehne dich an eine Wand an, sodass dein gesamter Rücken die Wand berührt. Setze dich auf ein Kissen und kreuze wie oben beschrieben deine Beine, lege einen Fuß vor den anderen und drücke deine Knie zu einer stabilen Haltung auf den Boden.
Butterfly:
Das ist eine meiner Lieblingssitzhaltungen, denn sie ist einfach und entspannend zugleich. Setze dich auf ein Kissen eine gefaltet Decke geht auch. Ziehe deine Knie an, in richtung deiner Brust und klappe dann einfach beide Knie nach außen, links und rechts zum Boden. Deine Füße sind jetzt aneinandergelegt. Richte dich auf und schiebe deine Schultern nach hinten. Bei diesem Sitz, wirst du gedehnt und stärkst deine Rückenmuskulatur, was für das weitere Üben von großem Vorteil ist.
Fersensitz:
setze dich auf eine kleinen Hocker oder ein Meditationskisssen, das zwischen deinen Füßen liegen soll. Deine Fersen bleiben aufrecht und deine Knie berühren den Boden. Deine Hände liegen locker mit den Handflächen nach oben auf deinen Oberschenkeln.
Handhaltungen:
Klassisch hält man die Hände offen zum Himmel gerichtet, weil man so viel mehr Energie aufnehmen kann.
Hinduistische Handhaltung:
Diese Handhaltung wird auch Mudra genannt (Fingeryoga). Hierbei verbindest du deinen Daumen mit deinem Zeigefinger, wärend deine Hände auf deinen Oberschenkeln oder Knien ruhe. Die anderen Finger lässt du locker geöffnet. Die Hinduisten sagen, dass sich Der menschliche Geist mit dem Göttlichen verbindet, indem wir Daumen und Zeigefinger zusammenführen.
Geschlossene Hände:
Wem es am angenehmsten scheint, der kann seine Hände auch mit den Handflächen nach unten auf die Knie legen. Diese Haltung wirkt beruhigend.
Bauchhaltung:
Um sich seines Atmes bewusster zu werden, besonders als Anfänger der Meditationspraxis, empfehle ich gerne diese Handhaltung. Sie schult die Wahrnehmung wie keine andere. Frauen legen die rechte Hand und Männer die linke, etwas unterhalb des Nabels, und die jeweils andere darüber.
Zenhaltung:
Deine Hände liegen vor deinem Bauch, die Rechte liegt auf der Linken und beide Daumen berühren sich. Deine Hände berühren hierbei deinen Unterbauch. An deinem inneren Zentrum, auch “Hara” (Indisch) oder “Dantien” (Chinesisch) genannt.

